Um viertel nach zwei waren wir endlich auf dem Wasser. Ich hatte etwas Schwierigkeiten, das Kajak in eine Richtung zu steuern und es schnell genug zu wenden. Ich brauchte die meiste Zeit 20-30 Paddelschläge auf einer Seite, um wieder auf Kurs zu kommen, nachdem mich der Wind und die Wellen in diesem Fall schräg zur Küste getrieben hatte. Dann fuhr ich wiederum zu weit in die andere Richtung und somit immer im Zickzack, woraus ein recht langsames Tempo folgte.
Nach ungefähr einer Stunde kamen wir am "Nimis" (siehe früherer Blogpost) vorbei und legten knapp dahinter mit den drei Kajaks an. Nach einer Pause fuhren wir weiter.
Die Wellen wurden höher, der Wind stärker. Zwei ambitioniertere Kajakfahrer kamen uns entgegen und berichteten, wie sie versucht hatten, bis um die Spitze von Mölle zu paddeln, jedoch wegen zu starkem Wind und zu hohen Wellen zur Umkehr gezwungen wurden. Das Problem hatten wir nicht in diesem Ausmaß; wir kamen nicht mal annähernd zur Spitze.
Die Küste entlangfahrend versuchten wir die Höhle "Söftingsgrottan", die wir bereits am Donnerstag vom Landweg besichtigt hatten (siehe zugehöriger Blogpost), auszumachen, aber irgenwie sah alles mehr oder weniger so aus, als wäre es diese Stelle. Schließlich entdeckte ich es. Wir legten an und Johanna, die die Höhle vorher noch nicht gesehen hatte, ging kurz in sie hinein.
Dann machten wir uns auf den Rückweg: Diesmal gegen den Wind; wir mussten aufpassen, dass wir nicht quer zu den Wellen standen und kenterten. Glücklicherweise kam ich jetzt schon viel besser mit meinem Kajak zurecht, doch meine Arme wurden langsam müde. Wir pausierten noch einmal etwas bevor wir wieder am "Nimis" vorbeikamen und paddelten dann mit neuer Energie ohne weitere Zwischenstopps bis in den kleinen Hafen von Arild.
Es war auf jeden Fall eine spannende Erfahrung und nettes Abenteuer, das unseren Schwedenurlaub schön abschloss. Papa fand die Paddeltour das Highlight des Urlaubs.
